Schoenen Worten sollen nun auch Taten folgen – so der Wunsch des Innenministers Joachim Herrmann.
“Ich fordere die Computerspielbranche auf, den schönen Worten endlich Taten folgen zu lassen und auf Herstellung und Vertrieb von Killerspielen in Deutschland freiwillig zu verzichten. Killerspiele gehören bislang zu den intensiv beworbenen Hauptumsatzträgern der Branche. Mit derartiger Tötungstrainingssoftware, die zum Beispiel von der US-Army zur Vorbereitung von Soldaten auf Kampfeinsätze verwendet wird, dürfen in Deutschland keine Geschäfte mehr gemacht werden.”
Lieber Herr Innenminister, wie lange wartet die Menschheit darauf, dass den schoenen Worten der Politiker endlich mal Taten folgen?
“Damit sind derartige Spiele eine der Ursachen für die erschreckende Jugendgewalt und auch für Amokläufe, in den Szenen aus Killerspielen in die Realität übertragen werden.”
Ja nee, ist klar. Die Ursache liegt doch wohl ganz wo anders. Naemlich da, wo gesunde Menschen ein Hirn haben. Gesunde Menschen koennen naemlich zwischen Realität und der virtuellen Welt unterscheiden. Gesunde Menschen gehen nicht in das Schlafzimmer ihrer Eltern und nehmen aus dem Nachttisch die Waffe des Vaters (die da ja eigentlich gar nicht liegen duerfte). Kinder die von ihren Eltern aufgeklaert worden sind – nein, ich mein jetzt nicht das Bienen- und Bluemchen Thema – und wo sich die Eltern auch mal fuer die Dinge interessieren, mit denen ihr Kind so die Freizeit verbringt, die laufen nicht mit mehr als 250 Schuss Munition durch die Gegend und knallen unschuldige Menschen ab…
“Immer mehr Kinder und Jugendliche versinken täglich stundenlang in dieser virtuellen Gewaltwelt. Für Schule und Ausbildung haben sie keine Zeit mehr und drohen, so für unsere Gesellschaft verloren zu gehen. Leider habe viele Eltern überhaupt keine Vorstellungen davon, welchen dauerhaften Schaden ihre Kinder hier nehmen.”
Wie ich oben schon schrieb, liegt es in erster Linie an den Eltern. Wie viele Eltern gibt es, die sich gar nicht dafür interessieren, was ihr Kind in der Freizeit macht? Wie viele Eltern gibt es, die sich mit Computern gar nicht auskennen und anstatt da Interesse zu zeigen gleich abwinken mit Spruechen wie “Ach lass, dafuer bin ich zu alt.” oder “Ich kenn mich mit Computern eh nicht aus, warum soll ich mir da von meinem Kind erklaeren lassen, was es damit macht? Ich hab davon ja doch keine Ahnung.” In den seltensten Faellen schauen die Eltern wirklich ihren Kindern ueber die Schulter. In den seltensten Faellen stellen Eltern Regeln zur Computerbenutzung auf, z.B. dass die Kinder eben nur taeglich 2 Stunden an den Rechner duerfen.
Und nun frag ich Sie: Wo hat da bitte die Computerspielbranche versagt?
Tötungstrainingssoftware
Wenn ich das schon lese… *kopfschuettel*
Bei uns in einem der News-Threads zum Thema Winnenden hatte ein User geschrieben:
“der, der den holzklotz vonner brücke schmeisst…..eine frau stirbt deswegen—
NEEEEEEEEIIIINNN der hat damals nich zu viel tetris gespielt…….”
Mal kurz drueber nachdenken…
Update: Interview mit Herrn Joachim Herrmann bei uns auf gulli:news



















